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"Selbstvervollkommnung und Freimaurerei"

Gottessohnschaft, Geometrie, Rätselbilder und Toleranz bei Nikolaus von Kues

am

Donnerstag, 30. Oktober 2014, 19.00 Uhr.

Nikolaus von Kues 1401-1464 (Cusanus) hat sich gegen rationale Gottesbeweise ausgesprochen und stattdessen eine neue Methode eingeführt, die als suprarationales Aufweisen des Göttlichen in der menschlischen Selbstreflektion bezeichnet werden kann. Es ist der Weg von der Ratio zum Intellekt, vom trennenden Verstand zum Ganzen der Vernunft. In deren Leben, der unser Grund im Bewusstsein ist, spiegelt sich das Göttliche im ´wissenden Nichtwissen´ (docta ignorantia) des Menschen. Der Grund des menschlichen Bewusstseins ist als ´Bild Gottes´ (imago Dei) die ´Einheit der Gegensätze´ (coincidentia oppositorum) von Schöpfer und Geschöpf.

 

Der Mensch ist deswegen ein ´zweiter Gott´ (secundus deus), weil er dies zu Reflektieren vermag. Die Reflexivität des Ewigen in der Vergänglichkeit unseres Daseins zu verwirklichen, bedeutet ´Gottessohnschaft´ (filatio Dei). Cusanus bietet hierfür eine Vielzahl von Denkübungen an, um die Bewussheit des Intellektes, des Grundes im Bewusstsein - des göttlichen Funkens Meister Eckarts - zu erlangen.

Für die Freimaurerei sind hierfür die geometrischen Übungen Cusanus sowie sein Verfahren, die Reflexivität des Göttlichen in Rätselbildern (aenigmata) zu verschlüsseln, höchst anregend. Auf dem Wege seiner Symbolwissenschaft vom Göttlichen kommt Cusanus zum Gedanken der Toleranz und der friedlichen Koexistenz der Religionen. Die cusanische Schulung des Intellekts hat praktische Auswirkungen auf eine Lebensführung, die den Idealen der Freimaurerei entspricht.


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