Freimaurerorden

Ordenssitz

Aller guten Dinge sind drei

Die 1770 gegründete Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLL) – Freimaurerorden (FO) nannte in ihrer Geschichte bislang drei Ordenshäuser in Berlin ihr Eigen. Gearbeitet wurde zunächst in Privathäusern, doch die wachsende Mitgliederzahl erforderte bald Versammlungsräume fernab des Straßenlärms und profanen Treibens.

Ordenshaus 1 in der Oranienburger Straße 71/72 in Berlin-Mitte

Nachdem die Große Landesloge in den frühen Jahren zunächst in Privathäusern arbeitete, wurde 1786 das Grundstück Oranienburger Straße 71/72 in Berlin von dem Buchhändler und Aufklärer Friedrich Nicolai erworben. Unter der Leitung von Hofbaurat Friedrich Becherer wurde das erste Ordenshaus in zwei Jahren Bauzeit errichtet und 1791 an die Große Landesloge übergeben. Das Haus blieb zunächst in Privatbesitz und beherbergte zwischen 1806 und 1816 den französischen Generalstab.

1821 ging das Haus in den Besitz der Großen Landesloge über. 1839 wurde das Ordenshaus vergrößert und erhielt eine klassizistische Fassade. Da die Anzahl der Berliner Ordensbrüder auf über 1200 gestiegen war, musste das Haus 1845 erneut erweitert werden. 1898 wurde es verkauft, da eine erneute Erweiterung nicht mehr möglich war. Bis zur Fertigstellung des neuen Ordenshauses arbeiteten die Berliner Logen der Großen Landesloge in den Räumlichkeiten der anderen beiden altpreußischen Großlogen.

Ordenshaus 2 in der Eisenacher Straße 11-13 in Berlin-Schöneberg

Grundsteinlegung für das zweite Ordenshaus in der Eisenacher Straße 11-13 in Berlin-Schöneberg war am 11. November 1898, die Einweihung des Gebäudes fand am 18. November 1900 statt. Es war das größte Ordenshaus, dass die Große Landesloge besaß. Auf 15.000 m² Nutzfläche befanden sich 8 Tempelräume, 2 große Festsäle, 2 Versammlungssäle, 3 Konferenzzimmer, 6 Dienstwohnungen, ein Archiv, ein Museumssaal und mehrere Büros für die Verwaltung.

Durch die Zwangsenteignung der Freimaurerlogen durch die Nationalsozialisten 1935 ging das Ordenshaus verloren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es durch Bombentreffer und Plünderungen schwer beschädigt. Bereits im Dezember 1945 wurde der Keller des Hauses wieder für Treffen genutzt, aber das Haus konnte nicht wieder aufgebaut werden, so dass das Grundstück 1965 verkauft wurde.

Ordenshaus 3 in der Peter-Lenné-Straße 1-3 in Berlin-Dahlem

In der Peter-Lenné-Straße 1-3 boten zu dieser Zeit die in den USA lebenden jüdischen Erben einer einst durch die Nationalsozialisten enteigneten Villa diese zum Verkauf an. Die Kosten für Erwerb und Umgestaltung konnten durch den Erlös für das Grundstück in Schöneberg weitgehend gedeckt werden. Das heutige Ordenshaus der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland befindet sich seither in der Peter-Lenné-Str. 1-3 und beherbergt zudem den Sitz der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGL). Das zwischen 2020 und 2022 neu renovierte imposante Gebäude dient auch als Set für Filmproduktionen, so z.B. für „Cloud Atlas“ und „In 80 Tagen um die Welt“ oder für TV-Produktionen wie die Tatort-Reihe.

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